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Senator für Justiz Dr. Dirk Behrend zum Fachgespräch in der Berliner Aids-Hilfe

Am 19.06.2019 nahm Senator Dr. Dirk Behrendte auf Einladung der Berliner Aids-Hilfe an einem Fachgespräch zum Bereich Strafvollzug teil.

Der Berliner Aids-Hilfe ist es eine Selbstverständlichkeit, die 90-90-90-0 Ziele des Landes Berin als Fast-Track City auch im Bereich des Strafvollzuges mitzudenken. In diesem Zusammenhang wurde die Umsetzung in Haftanstalten thematisiert.

Prävention und Versorgung dürfen nicht vor Gefängnismauern Halt machen. Darin waren sich die Teilnehmenden einig. Ein Baustein zur Senkung von HIV-Infektionen in Haft ist die Vergabe der Prä-Expositionsprophylaxe (PrEP), die bislang in Haft nicht erhältlich ist. Zur Vorsorge wurde zudem vorgeschlagen, auch den assistierten HIV-Selbsttest in Haftanstalten einzuführen. Dabei berät eine NGO-Berater_in und leitet Inhaftierte bei der Durchführung des Selbsttestes an. Damit können Infektionen frühzeitiger erkannt und anschließend behandelt werden.

Als problematisch sieht die Berliner Aids-Hilfe nach wie vor Übergänge von Freiheit in Haft sowie bei der Entlassung / Verlegung an. Hier gibt es trotz der theoretisch guten Organisation weiterhin praktische Stolpersteine, die eine medizinische Versorgung durch fehlende Kostenübernahmen oder Therapiewechsel erschweren.

Ab Januar 2020 soll es eine neue Abteilung Soziale Arbeit in der Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung geben, die in den Bereichen Krankenversicherung, Unterkunft, Geld und Arbeit eine Verbesserung für aus der Haft entlassene Menschen schaffen soll. Dies begrüßt die Berliner Aids-HIlfe sehr.

Die Teilnehmenden vereinbarten, zu einzelnen Fachthemen weiter im Gespräch zu bleiben, um die Versorgung von Menschen mit HIV, Hepatitiden und Suchtproblematiken in einer weiterhin guten Zusammenarbeit gemeinsam mit der Berliner Aids-Hilfe zu gewährleisten.

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