Schriftgrad

 

Medizinische Reise 2019/2020


Alle Veranstaltungen finden im Ulrichs - Café, Küche & Kultur statt

Ulrichs | Karl-Heinrich-Ulrichs-Straße 11 | 10787 Berlin

Telefon 0 30 / 88 56 40-0 | Telefax 0 30 / 88 56 40-25 | E-Mail


Die Themen der Medizinischen Reise 2019 im Überblick (2020  weiter unten auf dieser Seite):

27.11.2019, 19:00 Uhr

Jahresrückblick

Keikawus Arastéh und Hartmut Stocker

2019 geht zu Ende. Keikawus Arastéh und Hartmut Stocker blicken in einem launigen Gespräch zurück auf die wichtigsten medizinischen und gesellschaftspolitischen Erkenntnisse und Ereignisse für Menschen mit HIV.

 

Positiv gesund  - das Gesundheitsprogramm der BAH für Menschen mit HIV

Vorträge und Workshops 2020

Medizinische Reise

29.01.2020, 19:00 Uhr

Chemsex 1: QUAPSSS – ein neues Selbsthilfekonzept für MSM mit problematischem Substanzkonsum

Tim Niebuhr

QUAPSSS steht für „Qualitätsentwicklung in der Selbsthilfe für MSM, die psychoaktive Substanzen im Sexuellen Setting konsumieren“. QUAPSSS ist ein Modellprojekt der Deutschen Aids-Hilfe, an dem die Berliner Aids-Hilfe teilnimmt. Ziel ist eine Optimierung der Selbsthilfeangebote für MSM mit problematischem Substanzkonsum. Die Berliner Aids-Hilfe wird in diesem Kontext ab Januar 2020 eine neue Selbsthilfegruppe für Chemsex-Nutzende anbieten. Tim Niebuhr, Leiter der Gruppe stellt das Konzept der Gruppe bei der Medizinischen Reise vor. Interessierte können sich im Anschluss direkt für die Gruppe anmelden.

 

26.02.2020, 19:00 Uhr

Chemsex 2: Wiederentdecken der Sexualität jenseits von Chemsexsubstanzen

Jan Großer / Kai Ehrhard

Viele Menschen mit problematischem Chemsexkonsum berichten über einen Verlust des sexuellen Empfindens, wenn sie keine Chemsexsubstanzen nutzen. Sex „ohne“ wird als langweilig, fade empfunden. Gleichwohl wünschen sie sich eine Reduktion des Konsums oder auch Abstinenz. Jan Großer und Kai Ehrhardt stellen ihren Workshop vor, der durch zielgerichtete Körperarbeit Muster des Chemsex´ zu durchbrechen hilft, mit dem Ziel eine lustvolle befriedigende Sexualität wiederzufinden.

 

25.03.2020, 19:00 Uhr

Bericht von der CROI

Siegfried Schwarze

Zur jährlichen Retroviruskonferenz kommen Grundlagenforscher_innen und klinisch Forschende sowie Wissenschaftler_innen zusammen, die an der Schnittstelle zwischen beiden Disziplinen arbeiten. Damit gilt die CROI als eine der wichtigsten Konferenzen zu Fragen der medizinischen Entwicklung im Kampf gegen HIV /  Aids und Hepatitis C. Siegi Schwarze stellt die neuesten Studienergebnisse und wichtigsten Entwicklungen der CROI 2020 vor, die vom 08.-11. März in Boston, Massachusetts, USA  stattfindet.

 

29.04.2020, 19:00 Uhr

Epidemie der Einsamkeit – Lebenszufriedenheit bei schwulen Männern

Dr. Dirk Sander / Chris Izgin

Die rechtliche Gleichstellung schwuler Männer wirkt sich nur verlangsamt auf ihre Lebenszufriedenheit aus. Dies belegen Daten zur Lebenszufriedenheit schwuler Männer. So seien schwule Männer stärker von Depressivität, Substanzmissbrauch, Suizidalität und Einsamkeit betroffen. Dr. Dirk Sander und Chris Izgin diskutieren die Ursachen des Problems anhand des 2017 in der Huffington Post erschienenen Artikels „The Epidemic of Gay Loneliness“ des Journalisten Michael Hobbes sowie die Implikationen für MSM mit HIV.

Die Veranstaltung aus dem Jahr 2019 wird hier nachgeholt.

 

27.05.2020, 19:00 Uhr

Kinderwunsch mit HIV / planification familiale et VIH / family planning and HIV

Cornelia Feiterna-Sperling

Die Veranstaltung wendet sich an Eltern, die sich in der Familienplanung befinden. Cornelia Feiterna-Sperling gibt einen Überblick zu Fragen des Kinderwunsches beginnend mit der Frage der Empfängnis, über die Schwangerschaft und Geburt bis hin zum Stillen. Der aktuelle Forschungsstand wird dargestellt und Fragen können direkt in der Veranstaltung an die Referentin gestellt werden.

This event is aimed at parents who are in family planning. Cornelia Feiterna-Sperling will give an overview on questions of the desire to have children, pregnancy, birth and breastfeeding. The current state of research will be presented and questions can be asked dircectly in the event to the expert. English translation during the session will be provided.

L´événement est destiné aux parents en planification familiale. Cornelia Feiterna-Sperling donnera un aperçu des questions relatives au désir d´avoir un enfant, de la conception à la grossesse et de la naissance à l´allaitement. L´ état actuel de la recherche sera présenté et des questions porrant être posées lors de l´évènement.  Une traduction en française sera assurée.

 

24.06.2020, 19:00 Uhr

ART 2.0: Neue Therapiestrategien

Michael Latzke

Neben der klassischen täglich einzunehmenden Dreikomponenten-Therapie, die in der Regel heute in einer Tablette verabreicht wird, sind inzwischen neue gegen HIV gerichtete Therapiestrategien verfügbar. So ermöglichen injizierbare Langzeit-Substanzen (long acting agents) als Beispiel das Vermeiden der täglichen Einnahme.

In der Veranstaltung werden die aktuellen, innovativen und in der Entwicklung befindlichen Strategien zu HIV-Therapie vorgestellt.

 

29.07.2020, 19:00 Uhr

Nebenwirkungen der aktuellen Therapieoptionen

Sven Schellberg

Einige der Medikamente, die in den letzten Jahren auf den Markt gekommen sind, verfügten zunächst über ein vielversprechendes Nebenwirkungsprofil. Doch zeigt sich, dass in der längeren Beobachtung Häufungen spezifischer Nebenwirkungen wie ungewollte Gewichtszunahme oder neuropsychiatrische Effekte auftreten. Der aktuelle Stand zu Medikamenten und ihren Nebenwirkungen werden in der Veranstaltung präsentiert.

 

30.09.2020, 19:00 Uhr

HIV today – for English speaking people living with HIV

Heiko Karcher

This talk addresses people living with HIV who are not native speakers of German. Heiko Karcher will give an overview of the most important medical and health related questions on HIV and hepatitis C.

This interactive session invites the audience to pose questions. The session will be in English.

 

28.10.2020, 19:00 Uhr

Sexuell übertragbare Infektionen – aktueller Stand zu Behandlungsansätzen               

Christoph Weber

Sexuell übertragbare Infektionen wie Syphilis (Lues), Tripper (Gonorrhö) und Chlamydien (Chlamydia trachomatis) sind Bestandteil sexueller Aktivität besonders in Metropolen wie Berlin. Wie häufig sollte auf STIs getestet werden? Und welche STIs zu testen ist sinnvoll? Müssen eigentlich alle STIs auch behandelt werden, z.B. wenn sie nur im Rachen nachgewiesen werden. Diese und andere Fragen werden in der Ärzteschaft spätestens mit dem Beginn des Einsatzes der Prä-Expositions-Prophylaxe (PrEP) kontrovers diskutiert. Christoph Weber gibt uns einen Überblick zum derzeitigen Diskussionsstand.

 

25.11.2020, 19:00 Uhr

Rückblick 2020

Hartmut Stocker

2020 geht zu Ende. Hartmut Stocker blickt zurück auf die wichtigsten medizinischen Erkenntnisse und Neuerungen des Jahres.

 

Workshops Positiv gesund 2020

Angeleitete Therapiegruppe für MSM mit problematischem Substanzkonsum

In Kooperation mit der Deutschen Aidshilfe e.V. werden wir eine wöchentlich stattfindende 90- minütige angeleitete Therapiegruppe anbieten. Diese Gruppe wird durch einen erfahrenen Psychotherapeuten auf Basis eines verhaltenstherapeutisch basierten Curriculums durchgeführt.  Zusammen mit den Nutzern der Gruppe wird das Curriculum partizipativ weiterentwickelt und an die spezifischen Bedürfnisse der Teilnehmenden angepasst. Die Gruppe hat dabei die Option, spezifische Module aus dem Quapsss-Projekt (s.o.) für MSM mit problematischem Substanzkonsum zu implementieren. Folgende Module aus dem Quapsss-Projekt werden vorgehalten:

  • Selbstbestimmung und Autonomie
  • Körperwahrnehmung und Achtsamkeit
  • Sozialkompetenz
  • Sexualität

Die Module wurden durch erfahrene Psychologen, Sexualwissenschaftler und eine Ergotherapeutin auf die Bedarfe von MSM mit Substanzkonsum zugeschnitten und in Zusammenarbeit mit Vertretern der Selbsthilfe entwickelt. Besonderer Schwerpunkt bei dem Quappsss-basierten Ansatz ist, dass eine erfolgreiche Auseinandersetzung mit problematischem Substanzkonsum im Kontext von Sexualität nicht in erster Linie auf den Konsum an sich abzielt, sondern die dahinterliegenden oft tiefer liegenden Gründe einer veränderten Sexualität beleuchtet werden müssen, um Nachhaltigkeit und Wirkung zu erzielen. Der Ansatz des Quappss-Konzepts und das durch unseren Psychotherapeuten entwickelte Curriculum werden in der Gruppe gemeinsam mit den Teilnehmenden umgesetzt.

 

Therapeutische Workshopreihe zu HIV: Körperarbeit für HIV-positiven MSM mit problematischem Substanzkonsum

Je nach Konsummuster stellt die nachhaltige neuropsychologische Verknüpfung von sexuellem Empfinden und der durch Chemsexsubstanzen veränderten Wahrnehmung dieses Empfindens die größte Herausforderung für Menschen mit Chemsexkonsum dar, wenn sie ihren Konsum beenden oder stark reduzieren möchten. Insbesondere die intravenöse Applikation von Methamphetamin stellt hierbei ein Problem dar. Darüber hinaus bedeutet die schiere Anwendung von Substanzen in sexuellen Settings oder das Verwenden von Materialien wie Nadeln zu Applikation einen sexuellen Stimulus.

Werden die Substanzen ausgelassen, ändern sich die Settings, dann erscheint die verbleibende Sexualität, nicht stimulierend und unbefriedigend, der Zugang zur körperlichen Empfindung erscheint dissoziiert.

Der Workshop hat das Ziel, die ursprüngliche, vor dem Konsum bestehende Sexualität und Körperwahrnehmung wiederherzustellen. Vor dem Workshop müssen bereits Maßnahmen psychotherapeutischer und psychiatrischer Intervention eingebunden worden sein. Es wird heute zunehmend davon ausgegangen, dass ein bestimmter Zeitraum von sexueller und Substanzabstinenz nötig ist um neurologische Muster aufzubrechen. Einhergehend damit soll körperorientierte Arbeit den Weg zu einer regulierten sexuellen Körperwahrnehmung helfen. Hier setzt das Workshopkonzept an. Es wird für den Raum Berlin als Pilotprojekt in Ergänzung zum Konzept der Qualitätsentwicklung in der Selbsthilfe für MSM, die psychoaktive Substanzen im sexuellen Setting konsumieren (Quapsss) angeboten. Zwei erfahrene Trainer arbeiten körpertherapeutisch mit max. 20 Personen über einen Zeitraum von 30 Therapiestunden, die in 6 Sitzungen à 5 Zeitstunden angelegt sind.

 

Ansprechpartner für die Medizinische Reise

Jens Ahrens (HIV-Referent), Tel.: 0 30 / 88 56 40 - 24, E-Mail

Alle Veranstaltungen beginnen um 19:00 Uhr im Ulrichs. Die reine Vortragsdauer sollte 60 Minuten nicht überschreiten.

Zu jedem Vortrag sind persönliche Fragen möglich. Anschließend wird ein kleiner Imbiss gereicht.


Alle Veranstaltungen finden im Ulrichs - Café, Küche & Kultur statt

Ulrichs | Karl-Heinrich-Ulrichs-Straße 11 | 10787 Berlin

Telefon 0 30 / 88 56 40-0 | Telefax 0 30 / 88 56 40-25 | E-Mail


Mit freundlicher Unterstützung von

     

Diesen Artikel