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Der Solidaritätsbär (€ 6,-)

Der Solidaritätsbär der Aids-Hilfen - auch bekannt als Aids-Teddy - ist da, wenn du ihn brauchst. Zum Knuddeln, Festhalten und Schmusen, in freudigen und schweren Zeiten, als verlässlicher Freund dort, wo du gerade bist auf deinem Lebensweg.

Er ist Wegbegleiter und Botschafter für Verständnis, Hoffnung, Solidarität und Förderung der Prävention. Immer da zur Stelle, wo es um ein Anliegen im Aids-Bereich geht.

Damals wie heute wird der Aids-Teddy vom Bärenvater Sobel selbst entworfen. Die Firma Clemens Spieltiere GmbH produziert ihn exklusiv als geschützten Aids-Teddy nach seinen Vorgaben.

Aids-Teddy kompakt

Der Aids-Teddy als Symbol der Menschlichkeit und Solidarität ist ein international geschütztes Markenprodukt und nur echt mit dem Aids-Teddy-Zeichen. Jedes Jahr hat der Teddy ein anderes Design, ist somit ein Unikat und für viele Spender und Bärenfans mittlerweile ein Sammlerstück! Alle Bären sind mit der entsprechenden Jahreszahl und dem Zertifikat “Der Aids-Teddy®” versehen und immer mit der roten Schleife, dem internationalen Zeichen für Solidarität mit von HIV und Aids betroffenen und mit den Menschen, die mit ihnen verbunden sind.

Der Aids-Teddy ist ca. 15 cm groß und darf nur zur Projektfinanzierung der Aids-Hilfen und als Präventionsbotschafter im Nonprofit-Bereich eingesetzt werden. Er wird ausschließlich aus umweltverträglichen Materialien und ohne Kinderarbeit hergestellt, hat seit dem Jahr 2009 das ÖKO-CE-Siegel und ist bei 30°C waschbar.

Die Bärchen sind durch die Herstellerfirma Clemens mit den entsprechenden Zertifikaten ausgestattet.

Der Aids-Teddy darf nur von Aids-Hilfen und Organisationen im Umfeld von HIV und Aids bestellt und weitergegeben werden, ein kommerzieller Verkauf außerhalb der bezeichneten Hilfsorganisationen ist nicht erlaubt und wird gegebenenfalls strafrechtlich verfolgt.

Die Aids-Teddys sind direkt erhältlich bei der Berliner Aids-Hilfe sowie bei Spendenaktionen rund um den 1. Dezember auf Informationsständen der Aids-Hilfe, auf Weihnachtsmärkten und in verschiedenen Geschäften und Firmen, welche die Benefiz-Aktion unterstützen.

Die Aids-Teddys werden gegen den Betrag von mindestens 6 € abgegeben. Der Erlös fließt direkt in die Arbeit der Berliner Aids-Hilfe e.V.

Zur Geschichte des Aids-Teddys

(aus dem Handbuch “Wie die Bären zu den Menschen kommen” von Markus Schuke (Herausg. Aids-Hilfe Offenbach e.V. (c) 2009)

In den 1980er Jahren entdeckte der seinerzeit als “Aids-Pfarrer” arbeitende Heiko Sobel bei seinen Studienaufenthalten in den USA in San Francisco eine sehr schöne Idee. Da an HIV und Aids erkrankte Menschen in jener Zeit besonders starken Anfeindungen und Diskriminierungen ausgesetzt waren, bekamen sie im Hospital einen Teddy geschenkt. Dies ging vom damaligen Bürgermeister der Stadt aus, eine ungewöhnliche Geste, um den Betroffenen demonstrativ zu zeigen, dass sie immer Mitbürger von San Francisco bleiben würden, was auch immer sei: “Ihr gehört zu uns, allen Ausgrenzungen zum Trotz.” Denn der Bär ist auch im Staatswappen von Kalifornien enthalten, seit 1911 ist die “Bear Flag” die offizielle Staatsflagge Kaliforniens.

Dieses wunderbare Zeichen der Solidarität nahm Heiko Sobel mit nach Europa. Er gab auch in seinem Wirkungsbereich den Menschen mit HIV und Aids einen Bären zum Liebhaben, um etwas festhalten zu können, wenn sonst niemand da war. So wurde beim Eintritt in das Hospiz “Zürcher Lighthouse” jedem Neuankömmling ein Teddy geschenkt, der ihn auf seiner letzten Wegstrecke im Sterbehospiz begleitete.

Als kurz nach der Eröffnung des “Zürcher Lighthouses” die zugesagten Subventionen kurzerhand zurück-gezogen wurden, mußten der damalige Hospizleiter Sobel und sein Team dringend Geld beschaffen, um das Lighthouse vor der drohenden Schließung zu bewahren. Ein glücklicher Zufall wollte es, daß eine Züricher Firma zur Weihnachtszeit einige tausend kleiner Bären als Kundengeschenke bestellt hatte und Heiko Sobel die Firmeninhaber davon überzeugen konnte, diese doch dem Lighthouse zu spenden.

Gemeinsam mit einem Marketingleiter entwickelte Heiko Sobel eine Idee und setzte sie auch gleich in die Tat um. Das Team des Lighthouses stand mit ihm kurz vor Weihnachten über eine Woche von morgens bis abends in einer Unterführung am Züricher Hauptbahnhof, die tausende von Leuten täglich passierten.

Die besondere Idee war: Gegen eine Spende von 10 Franken (ca. 6 Euro) konnten sie einen Aids-Teddy mit nach Hause nehmen oder als Zeichen der Solidarität mit dem Lighthouse an einem neben dem Stand aufgestellten Christbaum aufhängen.

Das Ganze war so erfolgreich, daß die Sammelaktion am Hauptbahnhof in den kommenden Jahren dort und an vielen anderen Orten in der Stadt ein fester Bestandteil der Vorweihnachtszeit im Umfeld des 1. Dezember wurde.

Durch die persönliche Freundschaft zu Dr. Babette Peters vom Hospiz “Hamburg Leuchtfeuer” wurde die Sammelaktion auch in Hamburg sehr erfolgreich eingeführt. Es folgten dann die Aids-Organisationen in Berlin, Köln, München, Düsseldorf und Frankfurt am Main. Mittlerweile dient der Aids-Teddy in über 100 Städten Deutschlands und Europas jedes Jahr aufs Neue der Spendengewinnung und Solidarisierung mit den Betroffenen.

Bei Fragen gibt gerne Auskunft:

Jens Petersen, Tel.: 030 / 88 56 40 - 29, jens [dot] petersen [at] berlin-aidshilfe [dot] de (subject: Solidarit%C3%A4tsb%C3%A4r) (E-Mail)

 

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