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Paare mit unterschiedlichem HIV-Status

Paare mit unterschied-lichem HIV-Status

Wenn einer der beiden Partner HIV-positiv ist, kann das die Beziehung vor einige Herausforderungen stellen. Die Angst, dass der/die HIV – negative BeziehungspartnerIn sich anstecken könnte, kann die Sexualität, aber auch den alltäglichen Umgang miteinander beeinflussen.

HIV ist im Vergleich zu anderen Krankheitserregern relativ schwer übertragbar. So ist eine Ansteckung mit HIV im Alltag unwahrscheinlich. Das Bad oder die Toilette teilen, das gleiche Glas benutzen oder Streicheln und Schmusen sind – was HIV anbelangt – völlig risikolos. Selbst Zungenküsse sind kein Problem – auch nicht bei leichtem Zahnfleischbluten. Im Mund werden wenige winzige Bluttropfen durch den Speichel verdünnt und gleichzeitig gelingt es HIV kaum in die Schleimhaut der Mundhöhle dringen.

Ein Ansteckungsrisiko besteht nur, wenn infektiöse Körperflüssigkeiten auf eine Eintrittspforte treffen und die Viren so in die Schleimhaut gelangen. Besonders empfindlich für sind die Schleimhäute des Enddarms, der Gebärmuttermund, die Scheide sowie die Harnröhrenöffnung und die Innenseite der Penis-Vorhaut.

Flüssigkeiten, die HIV in so hoher Konzentration enthalten, dass sie für eine Ansteckung ausreicht sind: Blut, Sperma, Scheidenflüssigkeit und der Flüssigkeitsfilm auf der Schleimhaut des Enddarms.

Bei allen Übertragungswegen hängt das Risiko der Ansteckung vor allem von der Anzahl der Viren (Viruslast) im Blut / und auch in den anderen Körperflüssigkeiten statt. Mit der Höhe der Viruslast sinkt und steigt die Infektiösität. So gilt eine Übertragung von HIV auf sexuellem Weg und ohne Verwendung von Kondomen als sehr gering, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:

  • die antiretroviralen Medikamente werden konsequent eingenommen,
  • die Viruslast des HIV-positiven Partners/der HIV-positiven Partnerin ist seit mindestens sechs Monaten unter der Nachweisgrenze,
  • bei den Sexualpartnern/-partnerinnen liegen keine Schleimhautdefekte z.B. als Folge sexuell übertragbarer Infektionen vor.

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Dann ruf unser anonymes Beratungstelefon unter der Rufnummer 19 4 11 an oder komm zu uns in die Kurfürstenstraße 130 für ein persönliches Gespräch.

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