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HIV und Arbeit



Schätzungsweise zwei Drittel der HIV-Positiven arbeiten oder könnten arbeiten - wenn sie nur einen Job bekämen. Medizinisch steht der Berufsausübung wenig im Wege (Fakten); die Hemmnisse sind Vorurteile möglicher Arbeitgeber und teilweise mangelndes Selbstwertgefühl der Bewerber.

 

Arbeit finden

 

In der Sprache der Arbeitsvermittler sind es Vermittlungshemmnisse: Das falsche Alter, fehlende oder falsche Ausbildung oder gesundheitliche Einschränkungen. Eine HIV-Infektion ist da besonders, weil kaum eine andere chronische Krankheit auf dem Arbeitsmarkt auf so viel Unwissen und größtenteils unbegründete Ängste stößt.

 

Die Anzahl der HIV-positiven Erwerbstätigen steigt. Dank wirksamer Therapien werden nur noch wenige Menschen verrentet. Die Mehrheit kann und will arbeiten. Dann müssen sie auch Arbeit finden.

 

Die Berliner Aids-Hilfe bietet deshalb ab September erstmals ein Orientierungs- und Unterstützungsseminar an:

 

Step by step: HIV-Positive im Team zu neuen Berufschancen

 

In einer Gruppe von 16 Teilnehmern werden die HIV-spezifischen Probleme bei der Jobsuche analysiert und Lösungswege erarbeitet. Die im Laufe der Intensivwoche vom 12.-16.September 2011 erarbeiteten individuellen Etappenziele der Teilnehmer werden von der Gruppe bis zum Jahresende in wöchentlichen Treffen begleitet. Unterstützung erhalten sie dabei von Teamern, die sich sowohl mit HIV als auch mit dem Arbeitsmarkt auskennen.

 

Teilnehmen können Positive, die sich auf Jobsuche befinden, weil sie aktuell in absehbarer Zeit arbeitslos sind. Das Angebot richtet sich auch an Rentenrückkehrer.

 

Ziel des Projekts sind gestärkte, gut informierte und vernetzte Teilnehmerinnen und Teilnehmer  mit klaren Zielen.

 

Information und Anmeldung: Claus Eschemann, Tel. 885640-92, E-Mail

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