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Youthwork mit Auszeichnung

Sirius2015 – Bundeswettbewerb zur HIV/STI-Prävention

Youthwork-Projekt „Sex in the City“ mit Sirius-Preis ausgezeichnet

Eine sexualpädagogische Kiezrallye in Schöneberg von Berliner Aids-Hilfe, pro familia Berlin, Mann-O-Meter und dem Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg

Das Projekt „Sex in the City“ wurde am 05. Mai 2015 im Berliner Humboldt Carré mit dem Sirius-Preis ausgezeichnet. Der Sirius wird alle zwei Jahre von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, dem Verband der Privaten Krankenversicherung und dem Bundesministerium für Gesundheit an zehn Projekte für ihre besonders bedarfsgerechten und erfolgversprechenden Ansätze in der HIV/STI-Präventionsarbeit vergeben. An der Preisübergabe nahmen neben Hermann Gröhe, Bundesminister für Gesundheit, auch die Leiterin der Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung Frau Dr. Heidrun Thaiss sowie der Direktor des Verbandes der Privaten Krankenversicherung e.V., Herr Dr. Volker Leienbach, teil.

„Sex in the City“ ist ein gemeinsames Projekt der Bereiche Jugendaufklärung von Berliner Aids-Hilfe, pro familia Berlin, Mann-O-Meter und dem Bildungs- und Sozialwerk des Lesben- und Schwulenverbandes Berlin-Brandenburg. Sie vereinen die Arbeit nach Grundsätzen der emanzipatorischen Sexualpädagogik sowie das Ziel, Jugendliche zu weltoffenen Menschen zu bilden, die ihre Sexualität selbstbestimmt gestalten können und die Vielfalt von Sexualitäten und Lebensweisen akzeptieren. Die vier Einrichtungen bieten Jugendlichen Orientierungshilfen und Möglichkeiten der Auseinandersetzung mit Fragen, die ihre Sexualität und ihr derzeitiges und zukünftiges Leben betreffen. Das Preisgeld in Höhe von 15.000 Euro teilen sich die vier Projekte für gemeinsame Anschaffungen.

Geocaching, eine mehrstündige Schnitzeljagd mit GPS-Gerät, bietet den beteiligten Organisationen die Möglichkeit, diesen Herausforderungen gemeinsam zu begegnen. Die geografische Nähe der Einrichtungen zueinander rund um den Schöneberger Nollendorfplatz schafft dafür optimale Voraussetzungen. Mit der informativen und spannenden Suche nach den vier Beratungseinrichtungen erhalten die Jugendlichen einen Überblick über deren Angebote. Hemmschwellen aufgrund von Scham- oder Angstgefühlen werden verringert. Zudem ermöglicht die Kooperation der vier Einrichtungen, die in der Praxis unterschiedliche sexualpädagogische Akzente setzen, thematische und methodische Synergie-Effekte. Geocaching als medienpädagogischer Ansatz schafft Jugendlichen einen geschützten Raum, in dem sie ihre sexuelle Kommunikationsfertigkeit und Selbstgestaltungskompetenz zwar geleitet, aber weitgehend ohne Anwesenheit von Erwachsenen trainieren können. Die Jugendlichen sollen so ihre Bereitschaft und Kompetenz entwickeln, sachkundig und verantwortungsbewusst ihre Sexualität zu gestalten. „Sex in the City“ hinterfragt insbesondere Geschlechterrollen und klärt über geschlechtliche und sexuelle Vielfalt sowie ungewollte Schwangerschaft, HIV und andere STI auf.

Das Geocaching-Projekt geht damit neue Kommunikationswege in der Aufklärung zu HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen (STI).

Ausführliche Informationen zu "Sex in the City" finden Sie hier.

 


 

 

 

 

 

Beim Bundeswettbewerb Aidsprävention 2010 wurde das Projekt  "Schülerzeitungsredakteure als Peer-Präventions-Akteure" des Schoolwork-Teams der Berliner Aids-Hilfe e.V. mit einem Preisgeld in Höhe von 7.500 EUR prämiert und mit dem "Sirius" ausgezeichnet.

Der Wettbewerb stand unter dem Motto „Neue Wege sehen – Neue Wege gehen“.  Ziel war es, neuartige, außergewöhnliche und nachahmenswerte Präventionsansätze zu identifizieren und bekannt zu machen. So sagte Oliver Stenzel, Pressereferent des PKV e.V. und Jury-Mitglied des Bundeswettbewerbs,  in seiner Laudatio:

„Offenbar sind es wirklich die naheliegenden Sachen, die häufig fern liegen. Eine wichtige Zielgruppe der Aidsprävention sind Schüler und Jugendliche. Gerade sie sollen von Beginn an einen verantwortungsbewussten Umgang mit ihrer Sexualität und dem Thema Aids erlernen. Deswegen hatte die Berliner Aids-Hilfe die - wie wir als Jury fanden - großartige Idee, Schülerzeitungsredakteure direkt als Multiplikatoren für die Aidsaufklärung zu schulen.“

Die SchülerzeitungsredakteurInnen nahmen an der Preisverleihung und am anschließenden Fachaustausch teil. Zugleich nutzten sie die Gelegenheit, um die bei der Verleihung anwesenden Fachleute zum Bundeswettbewerb Aidsprävention aus erster Hand zu befragen. So stellten sie ihr redaktionelles Können und ihr erworbenes Fachwissen erneut unter Beweis. Die im Rahmen der Preisverleihung entstandenen Artikel der SchülerzeitungsredakteurInnen finden Sie hier.

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